Enzephalitozoonose


Kapitel

Allgemeines

Durchseuchung der Kaninchenbestände

Symptomatik

Diagnose

Therapie

Prognose

Nachsorge



Allgemeines

Enzephalitozoonose ist eine durch einen in Zellen lebenden parasitären Einzeller ausgelöste Krankheit. Der Erreger Enzephalitozoon cuniculi zählt zu den Mikrosporidien und wurde 1922 das erste Mal von Wright und Craighead beschrieben (Jaß 2004).

Derzeit sind drei Stämme des Erregers bekannt, die sich jeweils in bestimmten Genabschnitten unterscheiden und in verschiedenen Wirten vorkommen. Typ 1 findet sich hauptsächlich in Kaninchen, Typ 2 in Mäusen und Typ 3 in Hunden. Betroffen sein können allerdings weitaus mehr Tierarten, auch der Mensch kann sich infizieren (Jaß 2004).


Die Vermehrung des Parasiten ist rein asexuell und erfolgt in den Zellen eines Wirtes. Am Ende des Zykluses entsteht eine Spore welche oval geformt und mit einer dreischichtigen, chitinhaltigen Zellwand ausgestattet ist. Der Zellkern hat ein sehr kleines Genom mit 2,9 Megabasenpaaren. Zudem besitzt die Spore ein Polfilament, welches harpunenartig ausgeschossen werden kann, um Kontakt mit der Wirtszelle herzustellen. Die Spore ist je nach Temperatur und Feuchtigkeit in der Lage 1 bis 2 Jahre außerhalb eines Wirtes zu überleben (Jaß 2004).


Abbildung 1: Lebenszyklus E. cuniculi nach Jaß (2004). Über einen Polfaden injiziert die E. cuniculispore ihr Sporoplasma in die Wirtszelle. Dort werden in mehreren Schritten über Merogonie und Sporogonie neue Sporen gebildet. Ab einer gewissen Anzahl an Sporen platzt die Zelle und setzt die nun infektiösen Sporen frei, welche neue Zellen befallen können. Je nach Aktivität der Wirtszelle dauert ein Zyklus 2-5 Tage.


Kaninchen scheiden die Sporen etwa 3 - 4 Wochen nach einer experimentellen Infektion über den Urin aus. Die Ausscheidung von Sporen erfolgt nicht kontinuierlich, weshalb ein negativer Nachweis von Sporen im Urin kein sicherer Ausschluss der Erkrankung darstellt. Bislang wurden experimentell frisch infizierte Tiere über einen begrenzten Zeitraum beobachtet. Es wird vermutet, dass subklinisch infizierte Kaninchen ohne größere histologische Läsionen keine oder kaum Sporen über den Urin ausscheiden (Jaß 2004).

Ausscheidung über den Darm konnten bisher nicht bestätigt werden, obwohl von Kücken et al. (1987) dies vermutete (Jaß 2004).


Eine Infektion erfolgt hauptsächlich oral, auch eine Übertragung von Mutter über die Plazenta auf Jungtiere ist möglich. Auch eine Übertragung durch Hautwunden, Geschlechtsverkehr oder aber Insekten wird vermutet (Jaß 2004).

Die aufgenommenen Sporen infizieren verschiedene Organe, bevorzugt werden sich schnell teilende Zellen. In der frühen Phase sind vor allem gut durchblutete Organe wie Niere, Leber, Lunge und eventuell auch das Herz betroffen. Gehirn und Rückenmark (seltener) werden ebenfalls befallen. Freigesetzte Sporen können Entzündungsreaktionen auslösen und Veränderungen die Folge sein. Auch die Augen können betroffen sein und Veränderungen beobachtet werden. Im entzündeten Gewebe sind keine Sporen mehr nachzuweisen (Jaß 2004).


Durch seinen intrazellulären Lebenszyklus ist der Parasit recht gut vor einer Immunantwort des Wirtes geschützt. Viele Tiere sind nur latent infiziert, das heißt sie zeigen keine Symptomatik. Ist das Immunsystem des Wirtes effektiv, stellt sich ein Gleichgewicht zwischen Wirt und Parasit ein. Wird das Immunsystem jedoch geschwächt, kann der Parasit überhand nehmen und eine starke Erkrankung bis hin zum Tode verursachen (Jaß 2004).



Durchseuchung der Kaninchenbestände

Untersuchungen der Kaninchenbestände liegen aus verschiedenen Ländern vor, wobei die Angaben sehr unterschiedlich sein können.

Hauskaninchen

  • Deutschland:
    • Meyer-Breckwoldt (1996): Heimkaninchen 42 %
    • Ewringmann u.Göbel (1999): Heimkaninchen 45 %
    • Ebrech und Müller (2004; in Intervet): 54,5 %
    • Keeble und Shwa (2006; in Intervet): 52 %
    • Kunstyr und Naumann: (1985): 33 %
    • Jaß (2004): Zuchtkaninchen 5,6 %
    • Lev (1982): Laborkaninchen 4,7 % - 10,2 %
  • Australien:
    • Thomas et al. (1995): 25 % bis 75 %
  • Schweiz:
    • Müller (1998): Zucht- und Schlachtkaninchen 7,5 %
    • Müller (1998): Heimkaninchen 28 %


Wildkaninchen

  • Deutschland (Meyer-Breckwoldt 1996): Wildkaninchen kein Erregerreservoir
  • Schweiz und in England oder Schottland (Cox u. Ross 1980; Müller 1998): Keine Antikörper bei Wildkaninchen
  • Australien (Cox u. Pye 1975): 25 %

Betroffen sein können auch Meerschweinchen, diese zeigen allerdings selten Symptome. Sie kommen möglicherweise aber als Erregerreservoir in Frage (Perrin 1943; Gannon 1980). In einer Studie konnten bei 46,5 % der Meerschweinchen Antikörper nachgewiesen werden (Wan et al. 1996).



Symptomatik

Das klinische Bild von Encephalitozoonose kann äußert vielfältig sein (Ewringmann 2005). Viele Kaninchen zeigen Kopfschiefhaltung, Koordinationsstörungen, Nierenversagen oder Veränderungen an den Augen (Jaß 2004).

Nach Intervet zeigen 45 % aller erkrankten Kaninchen neurologische Ausfallserscheinungen, 31 % Symptome bedingt durch Nierenversagen, 13 % Veränderungen an einem oder beiden Augen. In wenigen Fällen treten die Symptome auch in Kombination auf.

Glöckner (2012) unterscheidet bei einem akuten Ausbruch einer Encephalitozoonose 3 Verlaufsformen: Zentralnervöse Erkrankung, Erkrankung der Augen und Erkrankung der Nieren.


Typisch für eine Zentralsnervöse Erkrankung ist ein „klassischer“ Verlauf mit Kopfschiefhaltung, Ataxien, Gleichgewichts- oder Koordinationsstörungen. Paralell oder isoliert treten zudem Nystagmus (Augenzucken (ca. 45 % nach Meyer-Breckwoldt 1996)), Verzögerung der Pupillarreflexe, Anfälle sowie Rotation um die eigene Achse auf. Auch Lähmungen vor allem der Hinterhand sowie eine Lähmung von Blase und Darm ist möglich. Auch einzelne Nerven können Ausfallen, wodurch es zu Blindheit, Taubheit, Lähmung von Lid und Lippen sowie Kau- und Schluckstörungen kommen kann.


Symptome bei Befall der Niere können Apathie, Anorexie (Appetitlosigkeit), Gewichtsverlust, Entwicklungsstörung sowie Polydypsie (krankhaft gesteigerter Durst) und Polyurie (krankhaft erhöhte Urinausscheidung) sein.


Beim Befall der Augen kann es zu phakoklastische Uveitis (linsenzerstörende Entzündung des Augeninneren; weiße Flecken, Eintrübung), schmerzhafter Bulbusvergrößerung, vermehrtern Tränenausfluss und Konjunktivitis (Entzündung der Bindehaut) kommen. Der Erreger vermehrt sich massenhaft in der Linse, worduch diese einreißen kann. Das Linsenprotein gelangt so in die vordere Augenkammer, dort denaturiert (zerfällt und verklumpt) es und wird als weißliche bis gelbliche Struktur erkennbar. Der Befall kann sowohl einseitig als auch beidseitig auftreten.



    Diagnose

    Insbesondere bei der zentralnervösen Form legen die Symptome die Verdachtsdiagnose einer Encephalitozoonose nahe. Allerdings müssen andere Erkrankungen unbedingt ausgeschlossen werden. Die phakoklastische Uveitis ist immer mit einer Encephalitozoonose in Verbindung zu bringen (Glöckner 2012)

    • Bei Lähmungserscheinungen müssen z. B. Traumata durch Sturz, Nerveneinklemmungen sowie Athrosen ausgeschlossen werden. Hier sollte ein Röntgenbild angefertigt werden. Da auch Herzerkrankungen in Frage kommen ist gegebenenfalls eine Ultraschallunteruschung nötig
    • Bei Kopfschiefhaltung kommen z.B. eine Entzündung des Mittel- oder Innenohres in Frage, insbesondere bei Kaninchen mit chronischem Kaninchenschnupfen

    Mögliche Differentialdiagnosen zum zentralem Vestibularsyndrom nach Sieg (2014):

    • Vaskulär: ZNS - Hypoxie durch Myokarditis oder myokardiale Fibrose
    • Entzündlich: Enzephalitozoonose; Otitis media/interna, Ohrmilben, Toxoplasmose, Herpes simplex, Listeriose, Borna virus
    • Traumatisch: Schädeltraumata
    • Angeboren/Anomalie: Hydrozephalus
    • Metabolisch/toxisch: hepatoenzephales Syndrom
    • Neoplastisch: Lymphom, Teratom

    Ein Nachweis erfolgt mittels serologische Nachweisverfahren und Antikörperbestimmung im Blut. Ein Nachweis ist allerdings erst 3-4 Wochen nach einer Infektion zuverlässig. Ein negativer Befund kann Encephalitozoonose ausschließen, ein positiver Befund ist hingegen kein Nachweis einer akuten Erkrankung (Glöckner 2012). Es wird nur nachgewiesen dass bereits Kontakt mit dem Erreger bestand (Jaß 2004).

    Die Nierenwerte sollten immer überprüft werden, da eine Erkrankung der Nieren meist lange unentdeckt bleibt. Das Kreatinin sollte dabei zwischen 0,5 und 1,6 mg/dl liegen, der Harnstoff zwischen 14 und 40 mg/dl (Glöckner 2012).

    Nachweis von Sporen im Urin ist schwierig und führt bei negativem Befund zu keiner sicheren Diagnose. Die Ausscheidung von Sporen erfolgt ca. 3 - 5 Wochen nach der Infektion und erfolgt intermittierend, d.h. es werden mal Sporen ausgeschieden, mal nicht. Ab Tag 98 nach der Infektion werden in der Regel keine Sporen mehr ausgeschieden (Sieg 2014). Nur ca. 25 % aller infizierten Kaninchen scheiden Sporen über den Urin aus (Jaß 2004).



    Therapie

    Verschiedene Medikamente können zur Dezimierung des Parasiten oder Reduktion der Symptome eingesetzt werden. In den wenigsten Fällen kommt es allerdings zu einer Eliminierung des Parasiten. Die Therapie sollte entsprechend der Erkrankungsform angepasst werden.

    Encephalitozoonose wird durch Immunschwäche bedingt, immunsuppremierende Faktoren wie Stress (Umsetzen, Trennen von Artgenossen, ständige Tierarztbesuche etc.) sollten unbedingt auf ein Minimum reduziert werden! Eine Trennung von der Gruppe ist nicht nötig.


    Fenbendazol

    Fenbendazol gilt als kausal wirksamers Therapeutikum mit großer Sicherheitsbreite. Eine Erregerelimination wurde in Studien belegt. Die Behandlung erfolgt beim Kaninchen in der Dosierung von 20 mg/kg Fenbendazol einmal täglich über 28 Tag. Es besitzt eine geringe akute Toxizität (Intervet).


    Glukokortikoide

    Der Einsatz von Glukokortikoide ist sehr umstritten. Glukokortikoide werden als Begleittherapie zur Unterdrückung der entzündlichen Begleitreaktionen im ZNS wegen der immunsuppressiven Wirkung von einigen Autoren in der akuten Phase kurzfristig befürwortet. Von anderen Autoren wird geraten auf den Einsatz komplett zu Verzichten (Intervet).

    Eine mögliche negative Wirkung von Dexamethason auf den Wirkstoffspiegel von Fenbendazol wird diskutiert (Sieg 2014).


    Antibiotika

    Als Antibiotika werden Oxytetracyclin (20 mg/kg über 14 Tage) empfohlen. Zwar ist eine in-vitro Wachstumshemmung nachgewiesen, sie sind jedoch nicht liquorgängig (Liquor ist eine im zentralen Nervensystem vorkommende Körperflüssigkeit). Ein die Blut-Hirn-Schranke überwindendes Antibiotikum ist Chloramphenicol (30 mg/kg s.c.) (Intervet). In vivo ist der Einsatz bisher nur anhand einiger klinischer Studien bei Patienten beschrieben, aussagekräftigen Vergleichstudien zur Bewertung des Heilungserfolgs unter anderem unter Einbezug von Placebo-Kontrollen fehlen (Jaß 2004).


    Begleittherapien

    Bei epileptiformen Anfällen:

    • Benzodiazepine (Diazepam, Midazolam (Intervet)
    • Vitamin-B Komplex (0,5 ml/kg) (Intervet)

    Bei Niereninsuffizienz:

    • Infusionen (20-40ml/kg ein- bis zweimal täglich) zur Steigerung der Nierenperfusion (Intervet)
    • Verzicht auf nephrotoxischen Oxytetracyclins, stattdessen kann Enrofloxacin (5mg/kg zweimal täglich s.c.) verwendet werden (Intervet)

    Bei phakoklastischer Uveitis:

    • Tetracyclin-Augensalbe und dexamethasonhaltigen Augentropfen dreimal täglich im Wechsel in Kombination mit der systemischen Anwendung von Oxytetracyclin und Dexamethason (Intervet)
    • in Fortgeschrittenem Stadium Phakoemulsifikation oder Enukleation (Intervet)


    Unterstützend:

    • viel Frischfutter, ebenfalls um die Nierenperfusion zu steigern (Ewringmann 2005)
    • vielfältige, abwechslungsreiche Ernährung
    • Physiotherapie bei Lähmungserscheinungen (Ewringmann 2005)
    • Dekubitusprophylaxe (Intervet)
    • Homöopathische Mittel (z.B. Engyostol) zur Steigerung der Abwehr
    • Immunstimulierende Mittel wie Zylexis
    • wenig Stress, um das Immunsystem nicht unnötig zu belasten (Intervet)



    Prognose

    Bei sehr vielen, auch schwer betroffenen Kaninchen können die Symptome weitestgehend erfolgreich bekämpft werden. Je früher mit einer Behandlung begonnen wird, desto höher die Aussichten auf Erfolg. Allerdings bleiben die meisten Kaninchen ihr Leben lang Träger des Parasiten und können auch wieder rückfällig werden. Viele Beispiele zeigen aber, dass eine Behandlung sich in den meisten Fällen lohnt (Intervet).

    Nach Sieg (2014) liegt die Erfolgsquote bei neurologischen Symptomen bei bis zu 80%, bei Augenveränderungen bei bis zu 100%. Leider sterben bei betroffenen Nieren aber auch bis zu 100 % der Kaninchen trotz Behandlung.



    Nachsorge

    Nach einer akuten Form der Encephalitozoonose sollten die Nierenwerte regelmäßig im halbjährlichen bis jährlichen Abstand überprüft werden (Glöckner 2012)




    Quellen

    Cox J.C. and Gallichio H.A. (1978): Serological and histological studies on adult rabbits with recent, naturally acquired encephalitozoonosis. Res in Vet Sci 1978; 24:260-261

    Cox J.C. and Ross J. A. (1980): Serological survey of Encephalitozoon cuniculi infection in the wild rabbit in England and Scotland. Res Vet Sci 1980; 28(3):396

    Cox J.C. and Pye D. (1975): Serodiagnosis of nosematosis by immunofluorescence using cell-culture-grown organisms. Lab Anim 1975; 9:297-304

    Ewringmann, A.; Leitsymptome beim Kaninchen: diagnostischer Leitfaden und Therapie; Stuttgart, Enke, 2005; 284 S; (Konkret-Kleintier-Praxisbuch); ISBN 3-8304-1020-4

    Ewringmann A. und Göbel T. Untersuchung blutchemischer Parameter bei Heimtierkaninchen. Kleintierpraxis 1998; 43(6):411-492

    Ewringmann A. und Göbel T.: Untersuchungen zur Klinik und Therapie der Enzephalitozoonose beim Heimtierkaninchen. Kleintierpraxis 1999; 44:357-372

    Gannon J. A (1980):survey of Encephalitozoon cuniculi in laboratory animal colonies in the United Kingdom. Lab Anim 1980; 14:91-94

    Glöckner Barbara (2012) : Die Encephalitozoonose des Kaninchens - Entstehung, Klinik und Therapie

    Intervet; Fokusthema "Encephaltiozoon cuniculi"; www.intervet.de (Aufruf Juni 2013).

    Jaß, A. (2004): Evaluierung von Liquorpunktion und PCR zur klinischen Diagnose der Enzephalitozoonose beim Kaninchen; Inaugural-Dissertation; Ludwig-Maximilians-Universität München

    Kunstyr I. and Naumann S. (1985): Head tilt in rabbits caused by pasteurellosis and encephalitozoonosis. Lab Anim 1985; 19:208-213

    Lev L. (1982): Untersuchungen von experimentellen und spontanen Enzephalitozooncuniculi- Infektionen bei Kaninchen mit drei serologischen Methoden. Diss med vet, Hannover

    Meyer-Breckwoldt A. (1996): Epidemiologische und klinische Untersuchungen zur Enzephalitozoonose beim Zwergkaninchen. Diss med vet, Hannover

    Müller C. (1998): Untersuchungen zur Diagnostik, Biologie und Verbreitung von Mikrosporidien bei Kaninchen und anderen Tierarten. Diss med vet, Zürich

    Perrin T.L. (1943): Spontaneous and experimental encephalitozoon infection in laboratory animals. Arch Pathol; 36:559-567

    Sieg (2014): Enzephalitozoonose beim Kaninchen: eine Therapiestudie

    Thomas C., Finn M., Twigg L., Deplazes P. and Thompson R. (1995): Microsporidia (Encephalitozoon cuniculi ) in wild rabbits in Australia. Aust Vet J 1995; 75(11):808-810

    Wan C.H., Franklin C., Riley L.K., Hook R.R. Jr. and Besch-Williford C. (1996): Diagnostic exercise: granulomatous encephalitis in guinea pigs. Lab Anim Sci 1996; 46(2):228-230