Skelett und Körperbau


Kapitel

Körperbau

Skelett



Körperbau

Wildkaninchen

Das Wildkaninchen hat einschließlich der Blume eine Körperlänge von 40 - 45 cm, wobei die Länge Blume 5 - 6 cm betragen kann. Das Gewicht älterer Tiere beträgt je nach Habitat 1 bis 2 kg, die Körperhöhe 16 - 18 cm. Die Löffel sind etwa 7 - 8 cm lang.

Die Fellfarbe ist an der Oberseite grau mit schwärzlicher Tönung, wird nach hinten dunkler und ist an den Seiten heller. Rotgelbe Töne sind an den vorderen Seiten des Kopfes beigemischt. Bauch, Kehle und Innenseite der Läufe sind hellgrau bis weiß. Die oberen Ränder der Löffel sowie die Oberseite der Blume sind schwarz. Die Unterseite der Blume ist leuchtend weiß. Das Auge ist von einem schmalen, weißlichen Rind umgeben. Die Farbtöne des Wildkaninchens kann jedoch je nach Habitat stark variieren.

Abbildung 1: Wildkaninchen aus verschiedenen Teilen der Welt mit unterschiedlchen Fellfarben:
Heiligenhafen, Deutschland Tasmania, Australien Cíes Islands, Pontevedra, Galicia, Spanien
Urheber: Aiwok ; Quelle (August 2012)


Urheber: JJ Harrison; Quelle (August 2012)


Urheber: Drow male; Quelle (August 2012)


Schwarzes Wildkaninchen Cíes Islands, Pontevedra, Galicia, Spanien. Tàrrega, Lleida, Katalonien .
Urheber: T.Voekler ; Quelle (August 2012) Urheber: Drow male; Quelle (August 2012) Urheber: J.C.H. Galisteo; Quelle (August 2012)


Hauskaninchen

Der Körperbau von Hauskaninchen kann stark variieren. Die Körperlänge eines Farbenzwerges beträgt ca. 20 - 40 cm, die eines Deutschen Riesens ca. 72 cm. Die kleinste Kaninchenrasse, dass Porto-Santo-Kaninchen, eine verwilderte Form des Hauskaninchens hat ein Gewicht von ca. 500 g, das Höchstgewicht Deutscher Riesen ist auf 11,5 kg festgelegt (es gibt allerdings schwerere Tiere). Auch die Körperform ist variabel. Vom eleganten Körperbau des Hasenkaninchens bis zur gedrungenen Form des Typzwerges gibt es viele Variationen.

Urheber: ©Alexandra Stoffers - flickr.com Urheber: ©Alexandra Stoffers - flickr.com Urheber: ©Alexandra Stoffers - flickr.com


Skelett

Die Wirbelsäule besteht aus

  • 7 Hals-, 13 Brust-, 7 - 8 Lenden- oder Beckenwirbeln
  • dem Kreuzbein das aus 4 verwachsenen Wirbeln besteht
  • und 14 - 16 Schwanzwirbeln.

Das Kaninchen hat 7 echte Rippen, die bis zum Brustbein gehen und 5 - 6 falsche oder freie Rippen, die vorher enden. Insgesamt sind es 12 - 13 Rippen.

Abbildung 2: Kaninchenschädel. Erwachsene Kaninchen haben 28 Zähne, ein besonderes Merkmal sind die beiden Stiftzähne hinter den oberen Schneidezähnen.
Abbildung 3: Skelett eines Wildkaninchens. Die Wirbelsäule besteht aus 7 Halswirbeln, 13 Brustwirbeln, 7 Lendenwirbeln, 4 Kreuzbeinwirbeln und 16 Schwanzwirbeln. Die Vorderpfoten haben 5, die Hinterfüße 4 Zehen

Das Kopfskelett besteht aus 25 Knochen, unterteilt in Gesichts- und Schädelhälften. Die Schädellänge beträgt etwa 68,2 bis 75,0 mm. Das Kaninchen hat insgesamt 28 Zähne, wobei den Jungtieren bis zu einem Alter von 18 Tagen oben wie unten je sechs Backenzähne fehlen.

Die Vorderläufe bestehen aus Ober- und Unterarm und der Hand, die Hinterläufe aus Ober- und Unterschenkel und dem Fuß. Die Hand gliedert sich in 7 Handwurzelknochen, die Mittelhand und 5 Zehen, der Fuß in 7 Fußwurzelknochen, den Mittelfuß und 4 Zehen.

Das Schulterblatt besitzt ein Acromion mit einem Processus hamatus von dem ein 1 cm langer, unregelmäßig geformter Proc. suprahamatus im rechten Winkel zur Spina scapulae nach hinten und unten (caudoventral) weist. Die Verbindung von Acromion bzw. dem Schulterblatt und dem Brustbein, die Clavicula/Schlüsselbein ist beim Kaninchen nur schwach ausgebildet.

Elle (Ulna) und Speiche (Radius) sind beim Kaninchen zwar voll ausgebildet, allerdings liegen sie sehr dicht beieinander so dass eine Verschiebung gegeneinander nicht möglich ist. Schienbein (Tibia) und Wadenbein (Fibula) sind fest miteinander verbunden und ab dem mittleren Drittel miteinander verschmolzen.

Abbildung 4: Gliedmaßen.



Quellen

Boback, Alfred W.; Das Wildkaninchen: (Oryctolagus cuniculus (Linné, 1758); 2., unveränd. Aufl.; Nachdr. der 1. Aufl., Wittenberg Lutherstadt, Ziemsen, 1970; Hohenwarsleben; Westarp-Wiss.-Verl.-Ges.; 2004; (Die neue Brehm-Bücherei; 415); ISBN 3-89432-791-X

Leicht, Walter H.: Tiere der offenen Kulturlandschaft, Heidelberg, Quelle und Meyer; Teil 1, Feldhase, Wildkaninchen; 1979; Ethologie einheimischer Säugetiere, 1; ISBN 3-494-00937-6

Salomon, Geyer, Gille, Anatomie für die Tiermedizin, Enke-Tiermedizin im MVS, 2008, Buch, 978-3-8304-1075-1

Schlolaut, W. (Hrsg) in Zusammenarbeit mit Lange, K.; Das große Buch vom Kaninchen; 3., erw. Aufl.; Frankfurt am Main; DLG-Verl., 2003; 488 S.; ISBN 3-7690-0592-9